Im Mittelalter veranlasste die wachsende Volksfrömmigkeit Laien und Kleriker, sich in Gebetsgruppen zusammenzuschließen und liturgische Momente, Prozessionen und Begräbnisumzüge zu organisieren.
In der Gemeinde Cles gehörte die erste und größte Bruderschaft der Battuti-Bewegung an und unterhielt im Ortsteil Pez ein eigenes Hospital, das sich der Pflege von Wanderern und Kranken widmete. Die Bruderschaft wird 1509 zum ersten Mal erwähnt und erscheint im Dokument als eine bereits im Mittelalter gegründete Organisation. Der Sitz des Vereins war die Kapelle Santa Maria Nuova in Pez mit dem gleichnamigen Altar im Inneren des Krankenhauses, auch Ca' di Dio oder Domus Dei genannt. In derselben Kapelle wurde 1586 der dem Heiligen Rochus geweihte Hochaltar eingeweiht. Der erste Titel der Bruderschaft, Santa Maria, wurde nach und nach durch den Titel des Heiligen Rochus ersetzt. Die Übergabe der Leitung des Hospitals an die Bruderschaft wurde 1535 von Fürstbischof Bernardo Cles offiziell bestätigt, womit die Autonomie der Institution gegenüber jeder anderen Autorität verkündet wurde. Die karitativen Werke richteten sich hauptsächlich an Kranke und Bedürftige.
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