Das Gebiet zwischen Cles und Tuenno besteht aus einer Abfolge von Erhebungen und Vertiefungen, die durch Flüsse und Gletscher vor etwa 10-15 Tausend Jahren geformt wurden.
Dieser Prozess wurde in den 1980er Jahren unterbrochen, zum einen, weil der Bau des Sportplatzes zur Zerstörung einiger Sumpfgebiete führte, und zum anderen, weil das Biotop Palù di Tuenno eingerichtet wurde, das heute ein Naturschutzgebiet ist. Damit wollte man „den letzten Rest der Sümpfe der fluvial-glazialen Terrassen des Bergplateaus, mit interessanten Pflanzengesellschaften“ schützen. Die menschlichen Auswirkungen auf die Morphologie des Gebiets, auf die Vegetation und den Wasserhaushalt sind jedoch im Laufe der Zeit konstant geblieben, so dass es keine Bäume gibt, die älter als das Datum der Einrichtung des Schutzgebiets sind. Doch neben dem Wasser sind es die Weidenbäume (Salix caprea), andere für Feuchtgebiete typische Baum- und Straucharten und vor allem das Röhricht, die viele Tierarten, insbesondere Vögel, anlocken. In der Tat ist dieses Gebiet von besonders seltenen und geschützten Arten besiedelt. Darunter sicherlich der Tarabusino, ein kleiner Reiher, von dem insgesamt nur knapp 10 Paare in der Provinz Trient brüten. Im Frühjahr stößt das Männchen einen Laut aus, der an das ferne Bellen eines Hundes erinnert. In den Herbst- und Wintermonaten wird der Ort dann von Tausenden von Sperlingsvögeln, vor allem von Amseln, Drosseln, Auerhähnen und verschiedenen Finkenarten, als Übernachtungsplatz gewählt. Aus ökologischer Sicht handelt es sich um einen „Roost“, d.h. einen Ort, an dem Vogelschwärme, ob Zugvögel oder Überwinterer, nachts in einem dichten Gebüsch Unterschlupf finden, sicher vor terrestrischen Räubern wie Füchsen und Mardern, aber auch vor tag- und nachtaktiven Raubvögeln.