Das mittelalterliche Dorf Caltron liegt jenseits des Tals des Rio Dres, in der Mitte eines sanften Hangs, der dann den steileren Berg hinaufführt.
Außerdem ist die Siedlung auch mit der Route in Richtung Val di Sole verbunden, die direkt darunter vorbeiführt und eine alternative Überquerung des Bachs Rio Dres in größerer Höhe ermöglicht. Früher achtete man beim Transport von Gütern mit Ochsen darauf, nicht abzusteigen, weil der Wiederaufstieg sehr zeitaufwendig und mühsam war. Diese Siedlung ist diejenige, die am engsten mit dem Berg verbunden ist, da sie sich an der Kreuzung der Straße nach Val di Sole und der Straße nach Vergondola entwickelte (ein Ort, der bereits 1355 erwähnt wird). An dieser Stelle steht die Kirche Santa Lucia, wobei die Kombination dieser Faktoren eine zentralisierte Siedlung ermöglichte, die noch heute deutlich sichtbar ist. Etwas flussaufwärts des Dorfes gab es auch eine einfache Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die dem heiligen Joseph geweiht war (aus privater Initiative erbaut) und anfangs sehr verehrt wurde, dann aber nach und nach aufgegeben wurde. Die Kirche wurde 1808 abgerissen, auch weil die Gläubigen neu eine große Verehrung für den „wundertätigen“ Sant del Ciatar entwickelten. Die Häuser von Caltron sind ländlich geprägt und die prachtvolle rustikale Fassade, die man beim Hinaufsteigen der Brücke bewundert, ist eine wahre Ikone der historisch-populären Architektur.